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Mineralwässer oder Leitungswasser für Babys

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Tags: MineralwässerLeitungswasserBabysSäuglinge
 


Sind spezielle Mineralwässer für Babys nötig?

Für ihre Babys ist jungen Eltern nichts gut genug. So wird häufig statt Leitungswasser das vermeintlich bessere Flaschenwasser für die Zubereitung der Babynahrung gekauft.
 
 
Die Zeitschrift "Öko-Test" hat im Juli-Heft 2017 21 Mineralwässer auf ihre Tauglichkeit als Zusatz für Säuglingsnahrung getestet und mit Leitungswasser verglichen.
 
 
Das Magazin kommt zu dem Schluß, daß es nicht unbedingt Flaschenwasser sein muß. Der Redakteur spricht sogar eine ganz klare Empfehlung für junge Eltern in seinem Freundeskreis aus, Leitungswasser zu benutzen.

 
Besorgte Eltern befürchten, daß zuviel Nitrat im Leitungswasser ihrem Kind schaden könnte. Im Säuglingsdarm kann aus Nitrat das Nitrit entstehen, das wiederum zur sogenannten Blausucht bei den Säuglingen führen kann. 1984 schreibt der "Spiegel" ziemlich reißerisch "Baby blau" (Heft 15/1984). In diesem alten Artikel werden Fälle geschildert bei denen bis zu 100 mg Nitrat im Wasser vorkamen. Zulässig sind max. 50 mg Nitrat pro Liter Trinkwasser aus der Leitung. Öko-Test beruft sich auf die Aussage von Professor Berthold Koletzko einem führenden Experten in der Kinderheilkunde. Demnach sind die Grenzwerte für Leitungswasser völlig ausreichend um Säuglingsnahrung mit Leitungswasserzusatz herzustellen. Sollte tatsächlich einmal der Grenzwert bedenklich werden, stürzen sich die Medien sofort darauf und informieren die Öffentlichkeit. Auch die Wasserwerke sind dann zu sofortigem Handeln verpflichtet. Wir berichteten über steigende Wasserpreise, die gerade deshalb entstehen, weil die Wasserwerke immer höhere Kosten haben um die deutschen Trinkwasserstandards einzuhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es also nur ganz selten einen Grund auf das unökologische und teure Flaschenwasser umzusteigen.
 
Öko-Test bezieht sich auf die Messergebnisse von 25 Wasserversorgern in ganz Deutschland und stellt fest: "Es ist alles im grünen Bereich". Die Qualität des Leitungswassers sei flächendeckend hoch.
 
Die Güte des Mineralwassers wird in der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung festgelegt. Natürliches Mineralwasser muß von „von ursprünglicher Reinheit“ sein und darf nur nach amtlicher Prüfung und Anerkennung verkauft werden. Was ist aber "ursprüngliche Reinheit"? Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat im Juni 2013 entschieden, so Öko-Test, daß ein Sprudel auch Abbauprodukte von Pestiziden enthalten darf. In der Juliausgabe untersucht nun Öko-Test 21 Wässer kritisch auf solche Stoffe, die Strahlenbelastung und die Keimzahl. Die meisten geprüften Flaschenwässer hatten sehr gute und gute Ergebnisse. Es gab aber auch 2 x ungenügend und 3 x ausreichend als Note. Wenn also fast ein Viertel der untersuchten Mineralwässer schlecht bewertet werden, kann man demnach nicht einfach "blind" zugreifen. Mehr steht im Artikel von Öko-Test.
 
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